Elektroenzephalogramm
Entitätsklasse: Method (MedicalTest)
Definition
Misst die elektrische Aktivität des Gehirns – die wichtigste Untersuchung bei Epilepsie, Bewusstseinsstörungen und manchen Schlafstörungen.
Abgrenzung
- Ist keine bildgebende Untersuchung wie MRT oder CT.
- Ist keine Untersuchung der Muskulatur (das wäre EMG).
- Erzeugt selbst keinen Strom; die Elektroden zeichnen nur auf.
Fakten zum Verfahren
- Bezeichnung
- Elektroenzephalogramm
- Abkürzung
- EEG
- Alternative Bezeichnung
- Hirnstromkurve
- Verfahren
- Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns über die Kopfhaut
- Messprinzip
- Passive Aufzeichnung mit Hautelektroden, kein elektrischer Stimulus
- Standardprovokationen
- Hyperventilation (tiefes Atmen), Fotostimulation (Lichtblitze)
- Dauer
- 20 bis 30 Minuten
- Ambulant durchführbar
- Ja
- Strahlenbelastung
- Keine
- Wichtigstes Anwendungsgebiet
- Epilepsie-Diagnostik
- Weitere Anwendungsgebiete
- Unklare Bewusstseinsveränderungen, bestimmte Schlafstörungen, manche Schwindelformen
- Diagnostische Aussagekraft
- Normalbefund schließt Epilepsie nicht aus; auffälliger Befund allein begründet keine Diagnose
- Vorbereitung
- Frisch gewaschene Haare ohne Stylingprodukte, normales Frühstück, kein Kaffee/Tee/Energydrinks/Nikotin am Untersuchungstag
- Medikation
- Beruhigungsmittel, Schlafmittel und Antikonvulsiva können das EEG beeinflussen; nicht eigenständig absetzen
- Bekannte Lichtempfindlichkeit
- Fotostimulation auf Wunsch weggelassen oder angepasst
- Risikoprofil
- Risikofrei
Häufige Fragen
Was ist ein EEG?
Das EEG zeichnet die elektrische Aktivität des Gehirns über Hautelektroden auf der Kopfhaut auf. Es ist die wichtigste Untersuchung bei Epilepsie.
Wann kommt das EEG zum Einsatz?
Das EEG wird bei Verdacht auf Epilepsie, bei unklaren Bewusstseinsveränderungen, bestimmten Schlafstörungen und einzelnen Schwindelformen eingesetzt.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Elektroden werden mit leitfähiger Paste auf der Kopfhaut befestigt. Während der 20 bis 30 Minuten ruhigen Liegens werden Hyperventilation und Lichtblitze als Standardprovokationen eingesetzt.
Ist das EEG schmerzhaft?
Nein. Die Elektroden zeichnen nur auf und erzeugen keinen Strom. Die Untersuchung ist vollständig schmerzfrei.
Welche Risiken bestehen?
Keine. Bei bekannter Lichtempfindlichkeit kann die Fotostimulation weggelassen werden. Nach der Untersuchung sind keine Einschränkungen zu beachten.
Quellen und Referenzen
- Beschreibung der Untersuchung auf der Praxiswebsite: liebetanz.de/methoden/elektroenzephalogramm.html
- Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN): dgkn.de
- Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: dgn.org/leitlinien
Meta-Daten
- Status
- Aktiv
- Entitäts-ID
- elektroenzephalogramm-procedure
- Publikationsdatum
- 2026-04-18
- Zuletzt geändert
- 2026-04-18
- Zuletzt geprüft
- 2026-04-18
- Standard
- Grounding Page Standard v1.4