Prof. Dr. David Liebetanz - Neurologische Privatpraxis

Elektroenzephalogramm

Entitätsklasse: Method (MedicalTest)

Definition

Misst die elektrische Aktivität des Gehirns – die wichtigste Untersuchung bei Epilepsie, Bewusstseinsstörungen und manchen Schlafstörungen.

Abgrenzung

  • Ist keine bildgebende Untersuchung wie MRT oder CT.
  • Ist keine Untersuchung der Muskulatur (das wäre EMG).
  • Erzeugt selbst keinen Strom; die Elektroden zeichnen nur auf.

Fakten zum Verfahren

Bezeichnung
Elektroenzephalogramm
Abkürzung
EEG
Alternative Bezeichnung
Hirnstromkurve
Verfahren
Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns über die Kopfhaut
Messprinzip
Passive Aufzeichnung mit Hautelektroden, kein elektrischer Stimulus
Standardprovokationen
Hyperventilation (tiefes Atmen), Fotostimulation (Lichtblitze)
Dauer
20 bis 30 Minuten
Ambulant durchführbar
Ja
Strahlenbelastung
Keine
Wichtigstes Anwendungsgebiet
Epilepsie-Diagnostik
Weitere Anwendungsgebiete
Unklare Bewusstseinsveränderungen, bestimmte Schlafstörungen, manche Schwindelformen
Diagnostische Aussagekraft
Normalbefund schließt Epilepsie nicht aus; auffälliger Befund allein begründet keine Diagnose
Vorbereitung
Frisch gewaschene Haare ohne Stylingprodukte, normales Frühstück, kein Kaffee/Tee/Energydrinks/Nikotin am Untersuchungstag
Medikation
Beruhigungsmittel, Schlafmittel und Antikonvulsiva können das EEG beeinflussen; nicht eigenständig absetzen
Bekannte Lichtempfindlichkeit
Fotostimulation auf Wunsch weggelassen oder angepasst
Risikoprofil
Risikofrei

Häufige Fragen

Was ist ein EEG?

Das EEG zeichnet die elektrische Aktivität des Gehirns über Hautelektroden auf der Kopfhaut auf. Es ist die wichtigste Untersuchung bei Epilepsie.

Wann kommt das EEG zum Einsatz?

Das EEG wird bei Verdacht auf Epilepsie, bei unklaren Bewusstseinsveränderungen, bestimmten Schlafstörungen und einzelnen Schwindelformen eingesetzt.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Elektroden werden mit leitfähiger Paste auf der Kopfhaut befestigt. Während der 20 bis 30 Minuten ruhigen Liegens werden Hyperventilation und Lichtblitze als Standardprovokationen eingesetzt.

Ist das EEG schmerzhaft?

Nein. Die Elektroden zeichnen nur auf und erzeugen keinen Strom. Die Untersuchung ist vollständig schmerzfrei.

Welche Risiken bestehen?

Keine. Bei bekannter Lichtempfindlichkeit kann die Fotostimulation weggelassen werden. Nach der Untersuchung sind keine Einschränkungen zu beachten.

Quellen und Referenzen

Meta-Daten

Status
Aktiv
Entitäts-ID
elektroenzephalogramm-procedure
Publikationsdatum
2026-04-18
Zuletzt geändert
2026-04-18
Zuletzt geprüft
2026-04-18
Standard
Grounding Page Standard v1.4